Katholische Kita St. Josef
Katholische Kita St. Josef

Das Freispiel

In den ersten Lebensjahren stellt Spielen die vorherrschende Aktivität und Möglichkeit dar, sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Sie ist die elementare Form des Lernens – Spielen ist immer auch Lernen. Im Spiel kann das Kind seine Umwelt erkunden, Dinge ausprobieren und Realitäten nachstellen. Das Spiel bietet eine sehr gute Möglichkeit, in einer lernenden Gemeinschaft mit anderen Kindern sowie Erwachsenen voneinander und miteinander zu lernen.

Was für viele vergeudete Zeit darstellt, ist für unsere Kinder tatsächlich harte Arbeit. Sie lernen fürs Leben und wollen begreifen und verstehen. Sie lernen während ihrer Tätigkeiten mit Problemen umzugehen, Zusammenhänge herzustellen und ändern ihre Perspektiven über bestimmte Handlungen.

Spielzeit ist sozusagen auch Lernzeit und die Pädagogen sollen für die Kinder Begleiter und Ratgeber sein. Durch das selbstbestimmte Spiel setzen sich die Kinder aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und treten so mit ihr in Kontakt.

Im Prozess des Lernens stehen die kognitive Verarbeitung der Wahrnehmung in unmittelbarer Wechselwirkung mit Emotionen und Motivationen. Je höher die eigene Motivation, desto größer der Lerneffekt. Ähnlich ist der Einfluss von Emotionen auf das Lernen: Je intensiver die Emotion, desto nachhaltiger der Lerneffekt – was allerdings auch für negative Gefühle gilt. Bei hoher Motivation wird mehr und nachhaltiger gelernt und wo ist dies nicht besser, als im selbstbestimmten, freien Spiel.

 

Nicht nur positive Gefühle, auch negative können erlebt werden. Aber beide Seiten sind von großer Bedeutung, denn bereits im Kindesalter müssen sich die Kinder mit negativen Gefühlen auseinandersetzen und lernen, diese auch zu bewältigen.

Für die positive Auseinandersetzung ist eines dieser Schlüsselwörter Resilienz. Dies bedeutet die persönliche Widerstandsfähigkeit gegen äußere und innere Risiken. Für eine positive Entwicklung müssen Kinder wissen, wie sie mit Belastungen und Veränderungen umgehen können. Während des Spiels werden Kinder oft mit Situationen konfrontiert, die sie bewältigen müssen. Hier können die Pädagogen die Kinder noch unterstützen, damit sie für ihre Zukunft gut vorbereitet sind.

 

 

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